Verstärkung für die medizinische Versorgung wohnungsloser Menschen im Kontaktladen Mecki
Das Leben auf der Straße ist für wohnungslose Menschen, die häufig unter einem schlechten Gesundheitszustand leiden, zunehmend herausfordernd. Der Kontaktladen Mecki bietet an fünf Tagen in der Woche eine medizinische Grundversorgung durch eine Krankenpflegerin sowie ehrenamtliche Ärzte. Täglich nutzen bis zu 150 wohnungslose Menschen diese Hilfe.
Dank der Unterstützung der Niedergerke-Stiftung kann die dringend erforderliche Verstärkung durch die Gesundheits- und Krankenpflegerin Lara Schuhmann nun umgesetzt werden. Dadurch wird die wichtige medizinische Hilfe vor Ort erweitert.
„Die Arbeit hier erfüllt mich sehr. Es freut mich, die Patientinnen und Patienten nach der Behandlung mit einem Lächeln wieder gehen lassen zu können“, sagt Gesundheits- und Krankenpflegerin Lara Schuhmann.
Die Anforderungen an die medizinische Ambulanz sind in den vergangenen Jahren stark gewachsen. „Mit nur einer Person war dies nicht mehr zu stemmen. Als die Anfrage vom Diakonischen Werk Hannover kam, konnten wir schnell reagieren. Die neue Position ist zunächst für ein Jahr finanziert, es besteht jedoch die Option auf Verlängerung, wenn sie darüber hinaus notwendig ist“, erklären Dr. Ricarda und Dr. Udo Niedergerke.
Diakoniepastor und Geschäftsführer des Diakonischen Werks Hannover Friedhelm Feldkamp ergänzt: „Wir sind das Rückgrat des Kontaktladen Mecki und stärken mit Unterstützung der Niedergerke-Stiftung gemeinsam die medizinische Grundversorgung auf Augenhöhe. Hier investieren wir gezielt, und nicht nur finanziell, in die Gesundheit von wohnungslosen Menschen, vor allem aber auch mit Respekt gegenüber denen, die es schwer haben.“
Krankenschwester Franziska Walter ist bereits seit über 30 Jahren in der medizinischen Ambulanz des Kontaktladen Mecki tätig und beschreibt die besondere Arbeit vor Ort: „In der Ambulanz muss man kreativ sein, um die Probleme unserer Patientinnen und Patienten lösen zu können. Oft sind es kleine Maßnahmen, die eine große Wirkung haben. Wenn jemand etwa aufgrund von Fußproblemen nicht mehr laufen kann, können wir die Füße in unserem speziellen Waschbecken sofort behandeln. Unsere Einrichtung ist auf die besonderen Bedürfnisse von Wohnungslosen zugeschnitten, was uns von anderen Praxen häufig unterscheidet. Dadurch kann unsere Patientin oder unser Patient wieder eigenständig den Alltag bestreiten. Unsere Erfahrung ermöglicht es, gezielt und selbstständig auf die Bedürfnisse der Menschen einzugehen.“ Die medizinische Ambulanz im Kontaktladen Mecki ist ein unverzichtbarer Ankerpunkt für Menschen in prekären Lebenssituationen.
Foto (v.l.n.r.): Daniela Kastens-Beigel und Anne Wolter von der Zentralen Beratungsstelle – Wohnungslosenhilfe – des Diakonischen Werks Hannover, Dr. Udo und Dr. Ricarda Niedergerke, Lara Schuhmann, neue Gesundheits- und Krankenpflegerin im Kontaktladen Mecki, Diakoniepastor Friedhelm Feldkamp, Geschäftsführer des Diakonischen Werks Hannover und Franziska Walter, Krankenschwester Kontaktladen Mecki. (Copyright Diakonisches Werk Hannover/Nina Chemaitis)
